Die Erwerbsminderungsrente: Das sind deine Ansprüche

Die Themen im Überblick

Du bist an einer ganz speziellen Frage und Antwort zur Erwerbsminderungsrente der Deutschen Rentenversicherung interessiert?

Hier findest du schnell und direkt den Weg zu den Themen, die dich interessieren:

Die Erwerbsminderungsrente in Kürze

Anspruch: Nur wer fünf Jahre lang Beiträge gezahlt hat und nicht mehr als sechs Stunden am Tag arbeiten kann, hat einen Anspruch auf die Erwerbs­minderungs­rente.

Rentenhöhe: Die Erwerbs­minderungs­rente erreicht oft nicht einmal Sozial­hilfe­niveau.

Private Absicherung: Das Einkommens­niveau lässt sich nur mit einer privaten Berufs­unfähigkeits­versicherung halten. Es erfolgt zudem keine Anrechnung auf die Erwerbs­minderungs­rente.

Wer hat Anspruch auf die Erwerbsminderungsrente?

Schüler und Studenten

Sie haben keinen Schutz durch die Erwerbs­­minderungs­­rente der Deutschen Renten­­versicherung. Wenn sie aus gesundheit­­lichen Gründen nicht mehr arbeiten und für Ihren Lebens­­unterhalt sorgen können, bleibt Ihnen nur Hartz IV. Alleine eine private Berufs­unfähigkeits­­versicherung stellt dich in diesem Fall finanziell auf sichere Beine.

Auszubildende

Sie genießen den Schutz der Erwerbs­minderungs­rente in der Deutschen Renten­versicherung. Die ausgezahlten Renten sind aber so gering, dass sie kaum reichen, um damit finanziell über die Runden zu kommen. Und falls “nur” Berufs­unfähigkeit vorliegt, wird gar nicht geleistet. Vor allem bei einer längeren Berufs­unfähigkeit über mehrere Jahre brauchst du eine private Absicherung.

Arbeitnehmer

Tritt die Erwerbsminderung nach einigen Jahren im Job ein, leistet die Deutsche Rentenversicherung eine volle Erwerbsminderungsrente. Voraussetzung ist, dass du in gar keinem Job mehr als drei Stunden täglich arbeiten kannst. Wenn du mehr als drei Stunden täglich arbeiten kannst, wird oft auch nur die Hälfte der Rente gezahlt. Dein tatsächlich ausgeübter Beruf spielt nur eine Rolle, falls du vor 1961 geboren bist. Aber auch dann beträgt die Rente im Schnitt gerade einmal einige wenige 100 Euro im Monat. Viel zu wenig, um davon eine Familie zu ernähren und den gewohnten Lebensstandard halten zu können.

Selbstständige

Sie fallen komplett durch das Netz der sozialen Absicherung – es sei denn, es besteht eine Pflichtversicherung in der Deutschen Rentenversicherung. Viele Selbständige vertrauen aber auch auf Rentenansprüche aus früheren Angestellten-Tätigkeiten. Allerdings kommen die in vielen Fällen gar nicht mehr zum Tragen, weil zum Beispiel die erforderlichen Beitragszeiten gar nicht vorliegen. Ohne private Absicherung stehen Selbstständige vor dem finanziellen Ruin, wenn sie aus dem Job ausscheiden und das Geschäft aufgeben müssen.

Volle oder halbe Erwerbsminderungsrente – das sind deine Ansprüche

Die Grafik zeigt, wie hoch die Erwerbsminderungsrente der Deutschen Rentenversicherung ist.

Wann wird die Erwerbsminderungsrente bewilligt?

Die Gewährung deiner Erwerbsminderungsrente hängt von verschiedenen Faktoren ab. Zum einen darfst du nicht mehr in der Lage sein, mehr als sechs Stunden am Tag zu arbeiten. Das muss aus deinen ärztlichen Unterlagen oder einem Gutachten hervorgehen.

Wichtig ist aber auch, dass du die Mindestversicherungszeiten erfüllst: Du musst mindestens fünf Jahre in der Deutschen Rentenversicherung Pflichtbeiträge bezahlt haben. Dazu zählen übrigens auch Kindererziehungszeiten. Nur wenn sich die Erwerbsminderung ergibt aus

  • einem Arbeitsunfall
  • einer Berufskrankheit
  • einer Beschädigung aus dem Wehr- und Bundesfreiwilligendienst
    oder in bzw. bei politischem Gewahrsam

reicht es in der Regel schon, wenn nur ein einziger Beitrag gezahlt wurde.

Erwerbsminderung oder Berufsunfähigkeit: Das sind die Unterschiede

Erwerbsminderung

Die früher auch als Erwerbsunfähigkeit bezeichnete Erwerbsminderung liegt dann vor, wenn du nicht mehr in der Lage bist, irgendeinen Beruf auszuüben und damit am Erwerbsleben teilzuhaben. Hier zahlt die Deutsche Rentenversicherung die volle Rente, wenn Du nicht mehr als drei Stunden am Tag dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehst.

Berufsunfähigkeit

Von einer Berufsunfähigkeit spricht man, wenn du in deinen zuletzt ausgeübten Beruf nicht mehr arbeiten kannst – in einem anderen aber schon. Berufsunfähigkeit tritt damit meist deutlich früher ein als Erwerbsminderung. Bei Berufsunfähigkeit zahlt die Deutsche Rentenversicherung nur noch bei älteren Versicherten, die vor 1961 geboren sind.

Erwerbsminderungsrenten: So niedrig sind die Leistungen

Die Grafik zeigt die Höhe der Erwerbsminderungsrente im Durschschnitt in West- und Ostdeutschland

Hinweise zur Grafik

Quelle: Deutsche Rentenversicherung, Zahlen per 31.12.2015

Private Vorsorge ergänzt geringe Erwerbsminderungsrente

Andrea Klotz ist Geschäftsführerin eines mittelständischen Unternehmens in ihrer Heimatstadt Koblenz. Ihr Einkommen liegt derzeit bei rund 3.300 Euro netto im Monat, dazu kommen erfolgsabhängige Tantiemen. Bei einer vollen Erwerbsminderung bekäme die heute 42-Jährige rund 1.100 Euro Rente, bei einer teilweisen Erwerbsminderung wären es 550 Euro.

Sie weiß, dass das im Ernstfall nicht reicht, um den gewohnten Lebensstandard aufrecht zu erhalten. Für sie ist eine Berufsunfähigkeitsversicherung sinnvoll. Deshalb sichert sie bei Community Life eine monatliche Berufsunfähigkeits-Rente von 2.300 Euro ab. Das reicht, um bei einer Krankheit oder einem Unfall ein ausreichendes Einkommen zu haben, mit dem sie alle laufenden Kosten decken und ihren Lebensunterhalt bestreiten kann – unabhängig davon, ob und wie viel Erwerbsminderungsrente sie erhält.

Erwerbsminderungsrente: Hinzuverdienst möglich?

Die gesetzliche Erwerbsminderungsrente ist – wenn sie bewilligt wird – meist sehr gering. Viele spielen deshalb mit dem Gedanken, dass sie die gesetzlichen Leistungen ergänzen um einen Nebenjob. Allerdings wird dieses Einkommen angerechnet, sobald es mehr als das Minijob-Niveau von 450 Euro erreicht: Du erhältst dann nur noch eine Teilrente, die individuell berechnet wird.

Bei diesem Hinzuverdienst musst du bereits auf 25 Prozent deiner Rente verzichten:

Grafik: Bei diesem Hinzuverdienst musst du auf 25 Prozent deiner Erwerbsminderungsrente verzichten.

Und bei diesem Hinzuverdienst wird deine Rente um 50 Prozent gekürzt:

Grafik: Bei diesem Hinzuverdienst musst du auf 25 Prozent deiner Erwerbsminderungsrente verzichten.

Hinweise zur Grafik

Quelle: Deutsche Rentenversicherung

Übrigens: Eine Rente aus der privaten Berufsunfähigkeitsversicherung gilt nicht als Hinzuverdienst und wird nicht auf die Erwerbsminderungsrente angerechnet.

So beantragst du die Erwerbsminderungsrente

Die Bearbeitungszeiten für einen Antrag auf Erwerbsminderungsrente sind meist lang. Und wenn ein Rentenanspruch besteht, solltest du diesen möglichst schnell beantragen. Im Idealfall gehst du mit deinen Unterlagen direkt zur Deutschen Rentenversicherung und meldest den Anspruch vor Ort bei einem Sachbearbeiter an. Offene Fragen können dann geklärt und Nachfragen vermieden werden. Hier findest du den Antrag und alle weiteren Formulare, die du benötigst.

Die häufigsten Fragen zur Erwerbsminderungsrente

Grundsätzlich hängt die Bewilligung der Rente von der ärztlichen Einschätzung ab, ob und ggf. in welchem Umfang du dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehst – sprich: Wie viele Stunden du täglich arbeiten kannst. Entschieden wird die Frage einer Erwerbsminderung auf Basis eines ärztlichen Gutachtens zu deiner beruflichen Leistungsfähigkeit. Mit welchen Fragestellungen bei der Begutachtung vorgegangen wird, zeigt der Fragebogen der Rentenversicherung, der bei der Selbsteinschätzung helfen soll. Du findest ihn hier. Der Fragebogen zeigt vor allem eines: Die Hürden für die Bewilligung der Erwerbsminderungsrente sind hoch.

Wird bei der Einschätzung deiner Erwerbsfähigkeit festgestellt, dass du zwar beeinträchtigt bist, du aber dennoch mehr als sechs Stunden arbeiten kannst, wird keine Erwerbsminderungsrente gezahlt. Das bedeutet für dich: Du läufst Gefahr, dass du keinen Job mehr findest, weil du zum Beispiel gesundheitlich nicht mehr belastbar genug bist – gleichzeitig besteht eben aber auch das Risiko, dass du keine Rente erhältst. Ohne private Absicherung durch eine Berufsunfähigkeitsversicherung bleibt dir dann nur noch die Arbeitslosigkeit. Die private Berufsunfähigkeitsversicherung hat das einfacher geregelt – Wenn du deinen Job nicht mehr zu mindestens 50 Prozent ausüben kannst, dann bekommst du die vollen Rente. Eine deutlich einfachere Regelung ohne Wenn und Aber!

Besteht Aussicht auf die Zahlung einer Erwerbsminderungsrente, können von der Antragstellung über die Begutachtung bis hin zur Bewilligung Wochen oder  Monate vergehen. Du musst dafür sorgen, dass die finanzielle Lücke in dieser Zeit abgesichert ist – vor allem, wenn die Zahlung des Krankengelds eingestellt wird. Die private Berufsunfähigkeitsversicherung zahlt bei Berufsunfähigkeit vom ersten Tag an – und das auch rückwirkend.

Ja, wenn du vor 1961 geboren bist, wird tatsächlich gezahlt, wenn du deinen Beruf nicht mehr als sechs Stunden am Tag ausüben kannst. Alle jüngeren Versicherten aber genießen keinen Berufsschutz, sondern bekommen nur dann eine Rente, wenn sie gar nicht mehr arbeiten können.

Renten wegen Erwerbsminderung werden in der Regel auf drei Jahre befristet gezahlt und müssen dann neu beantragt werden. Mit Erreichen des Renteneintrittsalters werden die Erwerbsminderungsrenten umgewandelt in Altersrenten, die neue berechnet werden und durchaus geringer ausfallen können.

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