Drei Trendsportarten 2015

Sport! Mit ihm ist es wie so oft im Leben: Entweder man liebt ihn oder man hasst ihn. Dazwischen gibt es noch Menschen wie mich, die gerne etwas ambitionierter wären und erst verstehen lernen müssen, was so toll am Sport ist – nämlich das Gefühl danach! Und das muss man sich leider erarbeiten.

Auch, dass Veränderung ein Prozess ist und die angefutterten Pölsterchen nicht von heute auf morgen verschwinden. Und während man auf sein Wunschgewicht hinarbeitet, kommt man zu der Erkenntnis, dass Fitness kein Zustand, sondern eine Lebenseinstellung ist und sogar Spaß machen kann.

Ihr seid noch nicht dorthin gelangt? Dann ist vielleicht eine der drei Sportarten etwas für euch. Achtung, aufgepasst: Hier kommen die Trendsportarten des Jahres!

Freeletics

Freeletics schießt derzeit durch die Medien, hat tausende Anhänger und ist ziemlich schnell ziemlich effektiv! Vorausgesetzt man hat das nötige Durchhaltevermögen und den Willen, denn die Workouts sind knallhart. So hart, dass sie mancher Arzt stark kritisiert.

Die App gibt ein Workout vor, je nach Leistungsfähigkeit dauert ein Workout zwischen sieben Minuten und zwei Stunden. Innerhalb eines Workouts kann man einen Schwerpunkt wählen. Das Training verbindet Elemente aus Ausdauer- und Kraftübungen, wobei hier nur mit Eigengewicht trainiert wird. Ziel ist es, Schnelligkeit, Beweglichkeit und Ausdauer zu stärken.

Da man in der App seine Zeit und alle absolvierten Workouts trackt, bemerkt man schnell seinen eigenen Fort- oder Rückschritt. Das ist okay, man darf auch mal einen schlechten Tag haben. Die Community tröstet und motiviert zugleich. Wer Lust hat, kann sich auch mit Gleichgesinnten zum Training treffen. Freeletics geht überall und wann immer man will. Man muss es nur wollen. Getreu dem Motto und zugleich Leitspruch aller Free-Athleten: #noexcuses!

Ich selbst habe vor zwei Monaten mit dem Training begonnen. Dazu habe ich mir einen dreimonatigen Coach zugelegt, der günstiger als mein monatlicher Fitnessstudio-Beitrag ist. Weitere Ausstattung, ausgenommen von einer dicken Matte, ist erstmal nicht von Nöten.
Man kann selbst entscheiden wie oft man die Woche trainiert und ob man außerhalb des Coaches noch Übungen oder Workouts absolviert. Besonders beliebt sind die sogenannten Burpees – wie ich sie anfangs verflucht habe! Aber wer durchhält, wird belohnt: Inzwischen mache ich sie richtig gerne und kann mich durch die App mit meinen Mitstreitern battlen oder mich von ihnen verbessern lassen.

Hot Yoga/Bikram-Yoga

Zugegeben, mein Kreislauf ist an heißen Tagen nicht der stabilste, da erschien mir Hot Yoga anfangs nicht als die geeignete Sportart für mich. Hot Yoga basiert auf Hatha-Yoga, dem Streben nach Gleichgewicht zwischen Körper und Geist, das mittels Meditation und Atemübungen hervorgerufen werden soll.

Im Prinzip durchläuft man sechsundzwanzig verschiedene Übungen, während sich der Raum nach und nach auf bis zu vierzig Grad erhitzt. Allein der Gedanke löste Schweißausbrüche bei mir aus, halte ich es doch kaum länger als eine Vierstelstunde in der Sauna aus. Aber man soll im Leben ja stets offen für Neues sein und sich erst anschließend ein Urteil bilden.

Und ich muss wirklich sagen, ich genieße meine allwöchentlichen Sitzungen. Ich bin relaxt, habe das Gefühl, frei von Giftstoffen zu sein. War mein Kopf zum Anfang der Stunde noch schwer und voller Gedanken, so schwebe ich anschließend in einem extrem angenehmen, entspannten Zustand nach Hause. Man muss sich drauf einlassen, denn ja, manche Menschen atmen laut. Und man schwitzt – sehr sogar! Wer sich davor nicht ekelt, dem möchte ich auf jeden Fall eine Probestunde ans Herz legen. An mir ist die Grippewelle jedenfalls vorbei gegangen, trotz täglichen Pendelns in öffentlichen Verkehrsmitteln und kranken Freunds zuhause!

SUP oder auch Stand Up Paddling

Für alle Wasserratten unter uns, Stand Up Paddling ist eine echte Empfehlung. Die meisten Menschen werden wohl nur im Urlaub dazu kommen, einige „Segelvereine“ bieten den Sport aber auch lokal an.

In Ländern wie Australien ist diese Sportart total gehyped. Klar, nur surfen ist ja irgendwie auch langweilig. Zur Ausstattung gehören ein Surfbrett, das etwas breiter und dicker als herkömmliche Bretter ist, außerdem ein Paddel. Dadurch, dass man auf dem Brett steht, hat man eine gute Übersicht was um einen herum passiert. Mit etwas Übung lässt sich auf dem Brett auch die eine oder andere Yoga Übung praktizieren, besonders beliebt ist hier der Kopfstand. Ansonsten hat man durch das Paddeln ein gutes Arm- und Bauchmuskeltrainig. Die Beine bleiben durch den ständigen Ausgleich um das Gleichgewicht zu halten auch nicht außen vor. Somit ist Stand Up Paddling ebenso wie Surfen ein Ganzkörper-Workout.

Auch einige Vierbeiner genießen die Zeit auf dem Brett und die etwas andere Art des Spazierengehens. Super als Familien- oder Gruppensport geeignet, der Spaß bleibt hier keinesfalls aus. Es sei denn, man hat Angst vor Wasser – so wie ich!